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  • Barbara Isler

Hast du auch Glaubenssätze verinnerlicht?

Eine kleine - grosse Hilfe um Glaubenssätze zu verändern.

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Glaubenssätze

Glaubenssätze - oder innere Überzeugungen können sowohl positiv als auch negativ geprägt sein. Jeder Mensch hat Glaubenssätze verinnerlicht. Auch du. Diese beeinflussen dein Denken, deine Einstellung zu dir und anderen, dein Verhalten, ja gar deine Entscheidungen hängen oft davon ab.


Es sind schon oft tief verwurzelte Innere Überzeugungen vor allem zu Themen wie:

  • sich begrenzen: "das ist unmöglich, ich kann das nicht"

  • sich hinter Ursachen verstecken: "naja, ich habe es halt nie anders gelernt"

  • sich zu verurteilen: "schaff ich das nicht, dann habe ich versagt."

Glaubenssätze nutzen wir in Lebensbereichen mit:

  • unserer Umwelt: "wenn er/sie bei mir steht kann ich das besser/schlechter"

  • unserem Verhalten: "das kann man doch nicht machen, das darf ich nicht tun"

  • unseren Fähigkeiten: "ich kann alles lernen, was ich will"

  • unserer Spirituatlität: "mein Schicksal meint es gut mit mir"

  • unserer Identität: "ich bin liebenswert"


Ist es nicht so, dass positive Glaubenssätze dich stärken und negative Glaubenssätze dich schwächen und eingrenzen?

Nicht ganz, das wäre schon sehr einfach betrachtet. Negative wie positive Überzeugungen haben ihren Sinn. Denn die negativen halten häufig eine Schutzfunktion inne, welche uns vor Schmerz und Enttäuschung schützen soll. Wo wir wieder beim Thema der 🦎Eidechse landen, welche durch zB. inneren Überzeugungen getriggert wird und schnellst möglich ihren Job erledigt um uns zu schützen.

🦎Kennt ihr ja schon, vorausgesetzt ihr habt meine Webseite durchgelesen :-) !

Also lohnt es sich diese stets auf ihre Berechtigung zu prüfen, ob die negative Überzeugung uns wirklich schadet oder ob der reflexartige Einsatz meiner🦎 Eidechse gerade meine Selbstverwirklichung blockert.


Es hat schon was, wenn man liesst, dass Glaubenssätze was mit selbst erfüllenden Prophezeiungen zu tun haben. Denn damit deine Weltanschauung stimmig bleibt, wird dein Unterbewusstsein alles dafür tun und alle deine Ereignisse so interpretieren, dass sie zu deinem Glaubenssatz passen.

Denn wenn du fest glaubst es nicht zu schaffen - wirst du es vermutlich auch nicht schaffen.

Hey aber weisst du was? Natürlich geht das auch umgekehrt.

Wenn du von dir überzeugt bist und denkst dass du diese Herausforderung schaffst - wirst du ziemlich gute Chancen haben, dass es dir gelingt.




Glaubenssätze sind eine Essenz deiner Lebenserfahrungen


Über Jahre hinweg sammelt jeder Mensch Erfahrungen, welche sein Selbstbild und sein Bild über die Umwelt prägen. Diese entwickeln sich im Laufe der Jahre, denn als Baby hast du noch keinerlei Glaubenssätze verinnerlicht. Somit sind sie ganz klar Essenzen deiner Lebenserfahrungen. Die ersten werden dir vom Elternhaus mit auf den Weg gegeben.

Kannst du dir vorstellen, dass ein Kind, welches mit Liebe und Fürsorge begleitet wurde, sich selbst liebenswert und wichtig wahr nimmt? Danach aber kommt das Umfeld zum Zug und spielt eine grosse Rolle. So haben Kinder oft bis ins Erwachsenenalter mit seelischen Wunden zu kämpfen, wenn sie z.B. in der Schule gehänselt oder ausgegrenzt wurden.


Gehörst du zu denen die bereits in der Jugend damit konfrontiert wurden, bei Allem zu versagen oder nicht in Ordnung zu sein, hat sich das verinnerlicht. Diese Glaubenssätze möchte dann dein Unterbewusstsein bestätigt sehen und versucht alles daran zu setzen, dich im Privatleben wie auch im Beruf scheitern zu lassen. So kann sich deine Überzeugung, weniger Wert zu sein, tief in dein Bewusstsein eingraben.


„Immer wieder hörte ich: Du bist halt nur ..... oder dafür bist du zu wenig geschickt... oder lass dein grösserer Bruder das machen, der kann das."

oder

„Immer wieder sagte mir mein Partner, dass er den besseren Schulabschluss hätte und ich deshalb keine wichtigen Entscheidungen treffen sollte. Dies wäre besesr sein Part ."

Gut möglich, dass dies dazu führte, dass du dich wertlos gefühlt hast. Du hast dich klein gemacht obwohl du früher selbstbewusst und stark warst.


Etwas Tolles: Glaubenssätze sind niemals in Stein gemeisselt - sie sind wandelbar.


Wie zum Beispiel, wenn du deinen Partner gewechselt hast und dieser dich plötzlich bestärkt selber zu entscheiden. Dir sagt wie sehr er dich wertschätzt oder dich um Rat bittet. Das ändert deine Zweifel und gibt dir zu erkennen, dass du immer schon klug und selbstbewusst warst, doch in der vorherigen Partnerschaft es nicht leben konntest und du dich unterdrückt hast. Wichtig ist, dass nicht nur die Bestätigung von aussen dir hilft dies zu erkennen, Nein - auch du selbst kannst jederzeit deine Innere Einstellung verändern. Manchmal ist es das Leben, das es dir aufzeigt und wiederum bist du es selbst, die/der die eigenen negativen Glaubenssätze widerlegt.


Lust mal deine eigenen negativen Glaubenssätze zu entlarven?


Negative Glaubenssätze können eine riesige Eigendynamik entwickeln. So, dass du das Gefühl bekommst es sei doch normal. Es ist nicht einfach, die eigenen negativen Glaubenssätze zu finden. Hier mal einige Beispiele die dir helfen können:

  • "Ich bin ein Versager."

  • "Ich bin weniger Wert als er/sie."

  • "Ich werde über meine Leistungen definiert."

  • "Ich werde über mein Äusseres definiert."

  • "Geld macht mich glücklich."

  • "Alle reichen Leute sind Gauner."

  • "Meine Mitmenschen wollen immer nur mein Geld."

  • "Shoppen und Geld ausgeben hilft mir meine Leere zu füllen."

  • "Um sich etwas leisten zu können, muss man sehr hart Arbeiten."

  • "Ohne Fleiss, kein Preis."

  • "Niemand hält es lange mit mir aus."

  • "Ich kann niemandem vertrauen."

  • "Ich verdiene es nicht geliebt zu werden."

  • "Wenn ich andere an mich heran lasse, mache ich mich verletzbar."

  • "Niemand kann mir helfen."

  • "Ich bin zu alt um noch aktiv zu sein."

  • "Mh ich muss auf alles verzichten was mir schmeckt."

  • "Dick zu sein liegt in meinen Genen."

  • "Ich habe nicht genug Durchhaltewillen. "

  • "Ich bin nicht normal."

  • "Ich bin abstossend."

  • ........


WOW - doch schon eine ganze Menge an eigenen inneren Überzeugungen. Na schon eine entdeckt, die zu dir passt?

All dieses Beispiele oben zwingen dich dazu in Selbstmitleid zu verharren oder machen dich unproduktiv.


Wie wäre es statt dessen hiermit:


  • "Ich bin gut, so wie ich bin.“

  • "Ich bin ein wertvoller Mensch.“

  • "Meine Meinung hat Gewicht.“

  • "Ich verdiene es, mit Respekt und Wertschätzung behandelt zu werden.“

  • "Ich habe mir meinen Wohlstand verdient.“

  • "Ich bin erfolgreich.“

  • "Ich verdiene Liebe."

  • "Ich bin von Liebe umgeben."

  • "Ich kann mich gut im Team integrieren."

  • "Ich bin es wert, gesehen und akzeptiert zu werden."

  • "Ich respektiere andere Menschen wie sie sind."

  • "Ich fühle mich gesund."

  • "Ich kann meine Gesundheit aktiv beeinflussen."

  • "Ich habe es in der Hand, mein Übergewicht zu reduzieren."

  • "Ich behandle meinen Körper mit Wertschätzung."

  • "Ich bin besonders und einzigartig."

  • "Ich akzeptiere mich so wie ich bin."


Wenn du nun denkst, dass diese Inneren Überzeugungen ganz einfach zu verändern sind, muss ich dich enttäuschen.


Es sind tief verwurzelte Gedanken- und Verhaltensmuster. Da ist definitiv etwas Durchhaltevermögen angezeigt. Aber weisst du was? ES LOHNT SICH !


Du hast es also in der Hand, dein Leben selbstbestimmt zu leben.

Wie?

Um etwas zu verändern, musst du den negativen Faktor erstmal kennen. Oder besser gesagt: benennen. Ohne dies, schwimmst du immer gegen den Strom.


1. Schreibe einmal alle negativen Glaubenssätze, welche auf dich zutreffen auf ein Blatt.


Achtung das Blatt danach nicht wegschmeissen. Hebe es auf um am Ende diese Sätze durch positive Überzeugungen zu ersetzen.

Doch eines nach dem anderen...


2. Überprüfe nun deine negativen Glaubenssätze.


Nun wirst du versuchen, den Ursprung zu finden. Wenn du weisst, woher dein negativer Glaubenssatz kommt, kannst du ihn überprüfen auf dessen Aktualität und Realitätsgehalt.

Dir hat mal ein Lehrer gesagt, dass du es zu nichts bringen wirst? Und seitdem hast du dich vor jeglicher Verantwortung gedrückt um nicht zu versagen?

- Oh halt, heute bist du erwachsen. Also frag nach, wieviel Bedeutung du dieser damaligen Aussage einer Person schenken möchtest, welche seit vielen Jahren keine Rolle mehr in deinem Leben spielt. Möchtest du immer noch zulassen, dass dich diese Verletzung von damals auch Jahre (Jahrzehnte) später in deinem Handeln einschränkt?

Nein ?

In der Kindheit manifestierte Glaubenssätze sind oft längst überholt. Was hindert dich daran, heute etwas zu versuchen, woran du gestern gescheitert bist?


Stelle dir bei jeder Überprüfung deiner negativen Glaubenssätze z.B. folgende Fragen:

  • Wieso habe ich immer noch das Gefühl, dass diese Annahme wahr ist?

  • Was für Beweise/Gegenbeweise gibt es im Hier und Jetzt dafür?

  • Wie geht es mir, wenn ich diesen Gedanken glaube?

  • Was bringt es mir, diese Überzeugung für die Wahrheit zu halten?

  • Welcher Mensch wäre ich ohne diesen Gedanken?

  • Was möchte ich stattdessen empfinden?


3. Nun wandle sie ins Positive


Nimm deinen Zettel mit deinen negativen Glaubenssätzen hervor.

Lass uns nun positive Glaubenssätze gegenüber schreiben. ACHTUNG: Wichtig dabei ist, dass diese für dich authentisch sind, sonst verfehlen sie ihre Wirkung.


Gehen wir mal davon aus, dass du etwas fülliger bist, was dir psychisch sehr zu schaffen macht. Einen neuen positiven Glaubenssatz zu schreiben, wie z.B. "Ich habe einen wundervollen schlanken Körper", fühlt sich nicht ganz richtig an und lässt womöglich Spott entstehen. Wie wäre es z.B. hiermit:

  • "Ich bin auch mit fülligeren Massen attraktiv."

  • "Mein Selbstwert ist von meinem Aussehen unabhängig."

Nun streiche auf deiner Liste die negative Überzeugung z.B. ("ich bin hässlich") durch und ersetze sie mit einer positiven Formulierung. Und mache dies am besten mit einer ganz knalligen Farbe.


Überfordere dich dabei aber nicht. Denn auch deine Psyche braucht Zeit um sich auf das Positive neu einstellen zu können. Nutze dazu z.B. den Teilbereich des NLP (neurolinguistisches Programmieren) und mache es Schritt für Schritt:


  • Ausgangssatz: Ich schaffe das nicht.

  • Übergangssatz: Ich schaffe das noch nicht.

  • Positive Überzeugung: Ich schaffe das.

Schon diese Übung allein hilft dir deine negativen Glaubenssätze mal aus einer anderen Perspektive sehen zu können. Am besten legst du das Blatt auf deinen Nachttisch und jeden Abend wenn du ins Bett gehst, liest du deine wertvolle Auseinandersetzung mit dir selbst, nochmals durch. Verändere und ergänze dabei wann immer nötig.


4. Auch ein Vision-Board ist sehr hilfreich


Diesen Ausdruck kennst du bestimmt schon. Ein Vision-Board ist eine Möglichkeit dir deine erträumte Zukunft zu visualisieren. Darauf kannst du mittels einer Collage deine Wünsche und Ziele festhalten.

Dazu hast du folgende Optionen:

Entweder gestaltest du ein Vision-Board pro Lebensbereich oder du machst dir eines für all deine Zukunftsträume zusammengefasst.

Sei kreativ, doch bastle nicht einfach darauf los! Gehe strukturiert vor und wähle zuerst die passende Grösse deines Blattes.

Nun versuche mal darauf zehn Lebensbereiche aufzuschreiben / zeichnen / gestalten. Vielleicht erstmal mit Bleistift und Lineal. Etwas so:

  1. Beruf / Finanzen

  2. Freizeit / Kreativität

  3. Familie

  4. Freundschaft

  5. Liebe / Partnerschaft

  6. Gesellschaftliche Aktivitäten

  7. Ferien

  8. Sport / Gesundheit

  9. Spiritualität

  10. Haus / Wohnung

Nun kannst du diese zehn Bereiche untertiteln in Zeitspannen, in welchen du deine Ziele gerne erreichen möchtest.


Ab jetzt werde kreativ. Stelle dir Bildmaterial, Mutmachsprüche etc. zur Seite und lass deine Collage lebendig werden. Wie du ja weisst, sind Bilder mit uns emotional verbunden. Also wähle passende Bilder aus die so exakt wie möglich deine Träume spiegeln.

Hänge dein Vision-Board in deiner Sichtweite auf. Und lasse es täglich mehrmals auf dich wirken.

5. Merkst du, dass dir Unterstützung fehlt?


Dann scheue dich nicht Hilfe zu suchen. Manchmal braucht es etwas Hilfe um festgefahrene Glaubenssätze aufzulösen. In diesem Fall kann dir ein professionelles Coaching helfen.


Gerne unterstütze ich dich dabei deine Glaubenssätze zu erkennen, sie zu hinterfragen und umzuformulieren.


Herzlich, deine Barbara

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